Winterbach. Die Zusammenarbeit zwischen Trainer Kay Warkus und dem SV Winterbach endet im Sommer: Nach zwölf sehr erfolgreichen Spielzeiten, die den Verein nach einem Abstieg in die C-Klasse insgesamt zweimal in die Bezirksliga geführt haben, sind der ehemalige Oberligaspieler und der Vorstand übereingekommen, zum Saisonende neue Wege zu beschreiten.

„Wir haben mit Kay Warkus sicherlich die erfolgreichsten Zeiten der Vereinsgeschichte geschrieben und sind zweimal, 2011 und 2015, in die Bezirksliga aufgestiegen“, sagt Vorsitzender Hartmut Kessel. Doch ähnlich wie 2014 kämpft der Verein auch in dieser Spielzeit mit Verletzungssorgen und befindet sich momentan im unteren Tabellendrittel. „Auch wenn wir viel Qualität im Kader haben, ist die Spielerdecke sehr dünn, was die Arbeit nicht einfacher macht“, erläutert der Vorsitzende. Da auch in der Vereinsspitze im Juni ein Umbruch ansteht, sei man bereits jetzt in einem gemeinsamen Gespräch mit Kay Warkus einvernehmlich zu dem Entschluss gekommen, dass im Sommer mit einem neuen Trainergespann neue Impulse gesetzt werden sollen.

„Momentan sind wir auf dem ersten potenziellen Abstiegsplatz und sicherlich in einer schwierigen Situation. Aber wir wollen gemeinsam mit Kay Warkus alles tun, die Klasse zu halten“, betont Hartmut Kessel. Dies habe man auch der Mannschaft am vergangenen Wochenende noch einmal deutlich gesagt: „ Kay Warkus möchte sich nicht mit einem Abstieg verabschieden, und unser Anspruch ist es, dass Mannschaft und Verein alles tun, um ihm einen schönen Abschied zu verschaffen“, sagt Kessel. Mit einer Meisterschaft und vier Aufstiegen – darunter ein denkwürdiges Entscheidungsspiel zum Saisonabschluss 2015 gegen Marco Reichs SG Schmittweiler, bevor es überhaupt in die Aufstiegsspiele gegen den TuS Kirschweiler gehen konnte – hat Kay Warkus einen Platz in der Vereinsgeschichte sicher.

Parallel ist der Vorstand mit zwei, als Spielern beziehungsweise auch als Spielertrainer in höheren Klassen erfahrenen Aktiven übereingekommen, zur neuen Saison die Verantwortung auf dem Platz zu übernehmen. Benedikt Bernd wird zur Spielzeit 2017/18 Trainer des SV Winterbach. Zugleich ist es gelungen, das Eigengewächs des SV Winterbach, Jonas Kunz, als Co-Trainer zu gewinnen. „Der SV Winterbach ist ein kleiner Verein, der vom Engagement seiner Mitglieder und der Identifikation mit dem Verein lebt“, sagt Jugendleiter Sascha Saueressig. Vor allem die erfolgreiche Jugendarbeit der Vergangenheit sei die Grundlage der positiven Entwicklung des Vereins in den vergangenen Jahren. Dementsprechend wollen die Verantwortlichen um die Vorstandsmitglieder Michael Höft und Hartwig Wolf mit den beiden neuen Trainern hier ansetzen, und mit einer Mischung aus erfahrenen Winterbacher Spielern und Nachwuchsspielern eine neue Ära zu starten.