Simmern. „Wo liegt denn Winterbach? Das habe ich noch nie gehört“, fragte ein sichtlich überraschter U13-Trainer von Eintracht Trier, nachdem sich seine Mannschaft erst in allerletzter Minute im Finale des Futsalcups des JFV Hunsrück doch noch mit 2:1 gegen die D-Junioren des SV Winterbach durchgesetzt hatte. Denn die Jungs und Mädels des SV Winterbach 1947, haben mit ihrem Auftritt aus dem kleinen Ort am Soonwald in Simmern mächtig Eindruck gemacht.

Bei einem hochklassig besetzten Futsal-Hallenturnier in den Sporthallen des Herzog-Johann-Gymnasiums am vierten Advent konnte sich unser U13-Nachwuchs mit Verbands- und Rheinlandligisten messen – und spielte sich dabei in die Herzen der Zuschauer, auch wenn es nicht zum Überraschungserfolg langte. Der JFV Rhein-Hunsrück hatte zu seinem Futsalturnier für D-Junioren die Teams von Hassia Bingen, EGC Wirges, Eintracht Trier, TSV Schott Mainz, JSG Rheinböllen, SV Elversberg sowie Winterbach eingeladen.

Die Winterbacher D-Junioren hatten sich nach einer knappen und unglücklichen 1:2 Auftaktniederlage gegen Eintracht Trier anschließend in temporeichen Begegnungen gegen Hassia Bingen (2:0) und JFV Hunsrück (3:2) als Gruppenzweiter durchgesetzt. Das Team spielte hoch konzentriert und taktisch clever, um dann immer wieder schnell nach vorne zu stoßen und den Gegner unter Druck zu setzen. Großer Rückhalt des Turniers war neben den Abwehrrecken Nicki Secker, David Wolf, Filip Höft und Luis Becker vor allem Torwart Max Kretzschmar, der sich in jeden Ball warf und fast immer irgendein Körperteil zwischen Ball und Tor brachte.

Verdienter Maßen wurde Max auch von den Trainern der Teams mehrheitlich zum besten Torwart des Turniers gewählt.

Nach einer Spielzeit von 60 Minuten (3 x 20) ging es dann im Halbfinale gegen den Verbandsligisten TSV Schott Mainz, der sich in aus einem spielstarken Trio glücklich gegen Wirges und Elversberg durchgesetzt hatte. Mainz dominierte im Semifinale gegen den SV und versuchte, von Beginn an Druck zu machen. Wir standen mit Nicki und Luis tief, Filip auf der Sechs und Henry Schneberger in der Spitze komplettierten die erste Fünf. Henne gelang es auch, nach einem blitzsauberen Konter den 1:0-Führungstreffer zu erzielen, der dann über die Zeit gerettet wurde. Dabei warf Schott Mainz 15 Minuten lang alles in die Waagschale, und Max Kretzschmar musste die Führung erneut mehrfach festhalten. Umgekehrt versäumten wir es, nachzulegen und die Chancen aus unseren Gegenstößen auszuspielen. Nicki und auch Luis spielten dabei fast 20 Minuten in der Abwehr durch.

Im großen Finale ging es dann erneut gegen Eintracht Trier, die sich nach einem etwas glücklichen 2:2 dann im Sechsmeter-Schießen gegen Elversberg durchgesetzt hatten. Unsere U 13 spielt ihr fünftes Spiel an diesem Tag und die Spieler gaben noch einmal alles, auch wenn man sichtlich merkte, dass 80 Minuten Halle in den Beinen steckten. Winterbach begann gut und spielt defensiv stark, um den Spielmacher Triers Leon Lorig nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. So gelang es Nicki Secker nach 7 Minuten mit dem Ball über außen durchzustoßen und nach einem Doppelpass dann zum1:0 einzuschieben. Trier rannte an und spielt mit hohem Tempo, doch brachte wenig Zählbares zustande. Als Triers Coach Klaus Rosen gerade die erste Auszeit des Turniers beantragen wollte, geriet unsere Abwehr 8 Minuten vor Abpfiff durcheinander, und der Ausgleich fiel. Trier sortierte sich neu und wir verloren mehr und mehr die Ordnung, als die Kräfte sichtlich schwanden und so konnte Triers Kapitän Lorig dann eine Überzahlsituation 2 Minuten vor Schluss zur Führung ausnutzen. Dabei blieb es dann auch – und Winterbachs U13 kann nach fünf Stunden Turnier als Zweiter – einen Platz den es in der Vorwoche bereits beim Budenzauber des SC Idar gab – erhobenen Hauptes mit Pokal und einem Futsalball in die Weihnachtspause gehen.

Der Kader: Max Kretzschmar - Niklas Secker, David Wolf, Filip Höft, Luisa Herrmann, Hannes Blattau - Luis Becker, Darleen Walloch, Max Konrad, Michel Behrenz - Romian Barraud, Henry Schneberger und Leon Zimmermann

Betreuer: Michael Höft, Michael Secker, Andreas Kretzschmar